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24 aout a 4 septembre 2019 - Von Gleitpassagen und Ortsdurchfahrten: Pyrenäen Fernfahrt mit Philipp's Bike Team

Bilder (Kamerakinder: Willy, Wilfried, Roger, Andreas, ...)*

( 1 ) Überbelichtet: Titel
( 2 ) Erste Station – Ax-les-Thermes
( 3 ) Unterbewertet: Col du Pradel [E1]
( 4 ) Breit genug!: Abfahrt vom Col du Pradel [E1]
( 5 ) Breit genug?: Straße hinunter ins Tal der Aude mit Willys Support-Ducato [E2]
( 6 ) Verkannt: Ortsdurchfahrt Rouze (bitte an der Telefonzelle rechts halten) [E2]
( 7 ) Unverkennbar: Ostrampe des Col de Pailhères [E2]
( 8 ) Einsam: Route des Corniches statt N20 [E3]
( 9 ) Bevölkert: Col de Port [E3]
(10) Zweite Station – Oust (bei Saint-Girons)
(11) Erstplatziert: Lesestoff beim Erklimmen des Col de Latrape [E4]
(12) Zweitplatziert: Gruppe_1 endlich am Col d' Agnes [E4]
(13) Typ 3: Am Material lag's nicht – einheitliche Mietfahrzeugflotte [E4]
(14) Catégorie 2: Col de Portet d' Aspet von Osten [E5]
(15) Dritte Station – Bagnères-de-Luchon
(16) Entspannt: Promenade in centre-ville [Ruhetag]
(17) Endlich: Toilettenpause (mit Kulturprogramm) [E6]
(18) Einladend: Banner am Fuße des Port de Balès [E6]
(19) Gleitend: Passagen zu Beginn [E6]
(20) Fordernd: Rampen gegen Ende [E6]
(21) Nebulös: Col de Peyresourde [E7]
(22) Surreal: Col de Beyrède [E7]
(23) Vergleichshalber: Die gleiche Stelle bei schönem Wetter [Archiv]
(24) Aussichtslos: Col d' Aspin [E7]
(25) Vierte Station – Saint-Lary-Soulan
(26) Feucht: Regenwald [E8]
(27) Trocken: Pyrenäenvorland [E8]
(28) Heute endlich: Hourquette d' Ancizan [E8]
(29) Heute freundlich: Col d' Aspin [E9]
(30) Verbaut: Westrampe des Col du Tourmalet mit La Mongie [E9]
(31) Verwinkelt: Sackstraße nach Luz-Ardiden [E9]
(32) Fünfte Station – Argelès-Gazost
(33) Geheilt: Rogers Tretlager, vor der Wallfahrtskirche in Lourdes [E10]
(34) Gefällt: Nordrampe (D126) des Col du Soulor [E10]
(35) Gemeinsam: Passschildbild am Col d' Aubisque [E10]

*) Die verpixelten Fotos am besten mit dem Mobiltelefon betrachten laut Webmaster ist der für die automatische Auflösungsreduktion verantwortliche Programmierer verschollen ...
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Januar 2019. Ich will im Sommer wieder in die Pyrenäen. Irgendwo auf der Seite 5 der Internetz-Suchergebnisse stoße ich auf Philipp’s Bike Team, mir bislang nur als Mallorca-Veranstalter bekannt. Die Ausschreibung der "Fernfahrt Pyrenäen" spricht mich sofort an: 10 vollwertige Ausfahrten, abwechselnd Rundtouren und Transferetappen, und neben Tour de France Klassikern jede Menge cols, die ich schon immer mal befahren wollte – oder von denen ich noch nicht mal gehört habe.


Juli 2019. Die obligatorischen Reiseinformationen treffen ein. Beim Querlesen stoße ich auf eine beunruhigende Aussage: "Abfahrten: Keine freie Fahrt. Der Gruppenleiter fährt immer zuvorderst ..." Ob sich das ausging und wie viele Paar Bremsbeläge dabei drauf gingen – lest hier:

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Prolog

Am frühen Nachmittag treffe ich in Ax-les-Thermes ein. Der Hinflug nach Toulouse mit Umstieg in Schiphol verlief ebenso reibungslos wie die Autofahrt mit Reiseleiter Roger und Teilnehmer Roald. Die Mieträder stehen auch schon bereit, und so sammeln Albrecht, Pascal et moi schon mal den ersten (Doppel-) col ein.

Die Anzahl der Teilnehmer ist überschaubar, was mir zwar passt, mich angesichts der attraktiven Streckenführung aber erstaunt. Im Einzelnen waren am Start:


Die Equipe

  • Albrecht & Pascal: Den Vater habe ich 2015 bei der Pyrenäentour mit Launer Reisen kennen gelernt. Albrecht ist von Natur aus kein Bergfahrer, aber geht nie kapütt. Der Sohn hielt sich wacker in Gruppe_1.

  • Andreas: Expat aus Franken, Mastermind hinter der Streckenführung und Guide der Gruppe_1. Meistens in sich ruhend – wenn gerade mal nicht, der perfekte Sparringpartner für Roger.

  • Josef & Oliver: Freunde aus OÖ. Stark am Berg, jeder eventuelle Angriff wird pariert.

  • Luisa: Würde bei Sichtung in Girona jederzeit als Profi durchgehen. Nie war ich so knapp davor, es mal mit indischen Turnübungen zu versuchen.

  • Mike: Der Meister der subtilen Schleichwerbung fährt komplette HC cols plaudernd im Wiegetritt hoch. War zwar nicht körperlich anwesend, aber irgendwie doch dabei.**

  • Ralf (oder doch Ralph?): Ist rund um die Uhr mit einem der drei folgenden Gegenstände beschäftigt: Fahrrad, Mobiltelefon, Bett. In puncto Bett bin ich mir aber nicht sicher.

  • Roald: Nordseeküstenbewohner, der erstaunlich gut die Berge hinauf fährt. Während Flachpassagen in Einerreihe fand ich die Aussicht besser, wenn er hinter mir fuhr.

  • Roger [rɔˈʒeː]: Reiseleiter und Guide der Gruppe_2. Stets humorvoll und die Ruhe selbst. ("Versuchen wir mal eine Zweierreihe.")

  • Sarah: Formidable – inklusive tan lines und sogar in kurz / lang.

  • Wilfried: Konnte wegen gesundheitlicher Probleme nicht alle Touren mitmachen, hat aber unzählige vierbeinige Freunde gewonnen und ansonsten fleißig Willy als Paparazzo unterstützt.

  • Willy: Eigentlich PBT-Guide auf Mallorca, kümmerte er sich auf der Fernfahrt um die gesamte Logistik. Merci.

  • Yvonne: Reiste zwar erst zur 6. Etappe an – ein Ruf als QOM eilte ihr jedoch voraus.

**) Beispiel gefällig? Siehe https://www.youtube.com/watch?v=hd0Fz9Y3DK8



Die Strecke

1. Etappe – 109 km mit 2.865 Hm*** Rundtour Col du Pradel ab Ax-les-Thermes

Dimanche. Die erste offizielle Ausfahrt. Ich freue mich auf meine Erstbefahrung des Col de Pradel (Parallelpass des Col de Pailhères) und werde nicht enttäuscht. Später am Col de Dent biegen Oliver und Josef (in Führung liegend) falsch nicht ab. Die Wiedervereinigung zieht sich etwas hin. Mir ist die Pause nur recht, denn ich merke, dass es mir noch an Ausdauer mangelt. Morgen versetze ich mich lieber in die zweite Klasse.

Schöner Tagesabschluss: Wie an jedem Abend präsentieren uns Roger, Andreas und Willy nach dem Abendessen die Strecke für den Folgetag und die Fotos des Tages.

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/col-du-pradel/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-dent/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-des-sept-freres/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-chioula/

 

2. Etappe – 86 km mit 2.481 Hm*** Rundtour Col de Pailhères ab Ax-les-Thermes

Lundi. In Gruppe_2 bin ich erst mal besser aufgehoben. Mittags machen wir Rast in dem Forellenhof im Tal der Aude (D118), wo mir letztes Jahr eine passable truite serviert wurde. Rückblickend nicht so schlau: Statt des signature dish ordern wir heute croque monsieur. Der Hunger treibt die lieblose Komposition aus Toastbrot und Käse rein.

Der Col de Pailhères ist von Osten ziemlich anstrengend, zumal Guide Roger ab Rouze auch noch eine steile Abkürzung durch den Ort wählt. Angeblich die alte Passstraße. Ich find's nicht so toll; Roald findet's scheiße.

Die Abfahrt wird nicht so schlimm wie befürchtet: Roger fährt zwar vor, aber zügig. Der Rest der Gruppe fährt verhalten und ist nach zwei Kehren erst mal auf Abstand. Passt.

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-chioula/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-des-sept-freres/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-pailheres/

 

3. Etappe – 92 km mit 1.683 Hm*** von Ax-les-Thermes nach Oust

Mardi. Parallel zur nicht empfehlenswerten Nationalstraße durchs Tal (N20) verläuft oben die schöne, einsame Route des Corniches. Nach der Abfahrt hinunter nach Tarascon-sur-Ariège folgen wir der D618 und überqueren den Col de Port. (Gruppe_2 erklimmt noch die Mur de Péguère – der Name sagt alles.)

Die Hôstellerie de la Poste in Oust ist charmant, das Leben im Dorf ist aber sehr beschaulich. Immerhin gibt es eine gut sortierte boulangerie, wo ich mir den Appetit für das Abendessen verderbe.

Die Pässe en detail:
https://www.cyclingcols.com/col/Souloumbrie
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-port/

 

4. Etappe – 106 km mit 2.776 Hm*** Rundtour Col d’Agnes ab Oust

Mercredi. Die heutige Rundtour wird toll – ich kenne die Strecke schon aus 2018. Nach dem schönen Col d‘ Agnes fahren wir kurz noch zum benachbarten Port de Lers, aber dann wieder zurück, um Mittagspause im Restaurant beim Bergteich Etang de Lers zu machen. Während des Nachtisches trudelt Gruppe_1 ein, die heute früh noch einen Schlenker über Saint-Girons und den Hügel Col de Portech machte, den Abstecher zum Port de Lers aber noch vor sich hat.

Andreas bemerkt vorlaut, dass die Gruppenüberholung bereits in der Auffahrt zum Col d' Agnes geplant war und will nicht glauben, dass wir bereits auf dem Port de Lers waren. Die eine oder andere spöttische Antwort aus Gruppe_2 soll gefallen sein. Von nun an werden die Passüberfahrten lückenlos dokumentiert.

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-catchaudegue-pass/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-latrape/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-d-agnes/
http://www.quaeldich.de/paesse/port-de-lers/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-du-saraille/

 

5. Etappe – 114 km mit 3.112 Hm*** von Oust nach Bagnères-de-Luchon

Jeudi. Für die heutige Überführungsetappe schließe ich mich Gruppe_1 an.

Der Col de Portet d' Aspet ist von Osten nicht so steil, der anschließende Col de Menté ist in der Sonne durchaus anstrengend. Oben im Restaurant gibt’s nachmittags nur mehr Fritten und Baguettes.

Die Fahrt auf der Hauptstraße durch das Aran-Tal ist nicht toll, aber ok – wir sind vorübergehend in Spanien. Die finale Abfahrt vom Col du Portillon hinter einem Wohnmobil ist allerdings scheiße. Das Hôtel d' Etigny ist aber très élégant – hier nächtigte laut Roger auch die Tour de France Direktion.

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-la-core/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-portet-d-aspet/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-mente/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-du-portillon/

 

Ruhetag – 40 km mit 1.250 Hm*** Rundtour Superbagnères ab Bagnères-de-Luchon

Vendredi. Heute ist planmäßig ein Ruhetag. Nach diversen Besorgungen im Ort fahre ich nachmittags allein hinauf nach Superbagnères. Die breite Straße ins Skigebiet ist zwar nichts Besonderes, die Aussicht ist im oberen Bereich aber nicht schlecht.

Da weit und breit kein Guide zu sehen ist, fahre ich alleine herunter und mache noch einen Abstecher zum Wasserfall Cascade d' Enfer. Luisas Yoga-Schnupperstunde verpasse ich so, sonst hätte ich aber teilgenommen. Ehrlich.

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/superbagneres/

 

6. Etappe – 108 km mit 2.062 Hm*** Rundtour Port de Balès ab Bagnères-de-Luchon

Samedi. Nach einer Anfahrt in weitem Bogen machen wir Mittagsrast am Fuße des Port de Balès. Das Banner über der Straße verspricht "19 Km de bonheur". Word!

Die schmale Straße steigt erst nur geringfügig, um später abschnittsweise recht steil zu werden. Kaum Verkehr, im oberen Bereich tolle Aussicht: Wie versprochen.

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/col-du-portillon/
http://www.quaeldich.de/paesse/port-de-bales/

 

7. Etappe – 89 km mit 2.690 Hm*** von Bagnères-de-Luchon nach Saint-Lary-Soulan

Dimanche. Das Wetter ist heute nicht so toll. Der Col de Peyresourde liegt von unten bis oben im Nebel. Immerhin weiß ich aus dem Vorjahr, wie es hier aussieht. Zum Glück hat die Crêperie auf der Passhöhe bereits geöffnet.

Wirklich bedauerlich ist, dass wir später auch auf dem Col de Beyrède gerade mal bis zur nächsten Kuh gucken können. In der schmalen, abschnittsweise steilen Auffahrt war es allerdings vielleicht besser, dass man stets nur die nächsten 50 m sehen konnte. Die kurze Abfahrt zur Westrampe des Col d' Aspin ist rustikal (zahlreiche zu umfahrende Schlaglöcher, ein paar hundert Meter ohne Asphaltdecke), aber meines Erachtens für jedes Rennrad geeignet. Im refuge wartet traditionelle cuisine française auf uns: [schiese börgär].

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-peyresourde/
https://www.cyclingcols.com/col/Ris
http://www.quaeldich.de/paesse/col-de-beyrede/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-d-aspin/
 

8. Etappe – 111 km mit 2.663 Hm*** Rundtour Hourquette d‘ Ancizan ab Saint-Lary-Soulan

Lundi. Auch heute morgen ist es nebelig. Andreas und Roger machen das Beste daraus und bauen eine Route, die an den nördlichen Rand der Pyrenäen führt (sehr schön: D26 vers Bagnères-de-Bigorre), um dann erst am Nachmittag – bei wie erwartet besserem Wetter – über die Hourquette d' Ancizan zu führen. Der Plan funktioniert. Es ist zwar immer noch bewölkt, aber man kann recht weit sehen. À la bonne heure!

Die Pässe en detail:
https://www.cyclingcols.com/col/Lancon
https://www.cyclingcols.com/col/Coupe
https://www.cyclingcols.com/col/Palomieres
http://www.quaeldich.de/paesse/hourquette-d-ancizan/

 

9. Etappe – 121 km mit 3.491 Hm*** von Saint-Lary-Soulan nach Argelès-Gazost

Mardi. Am Morgen ist es ziemlich kalt, aber wieder klar. Der Col d' Aspin von Osten ist toll. Der Col du Tourmalet von Osten ist ok; immerhin bin ich ihn noch nie aus dieser Richtung gefahren. Am prominentesten col der Pyrenäen ist es vorbei mit der Ruhe: Autos, Motorräder und knackende Tretlager. Wenngleich immer noch harmlos im Vergleich zu den hot spots der Alpen. Die Abfahrt hinter Roger und Yvonne läuft. Allerdings hat die lokale Schafpopulation noch nie was davon gehört, dass man erst nach rechts und links schaut, bevor man über die Fahrbahn latscht.

In Luz-Saint-Sauveur essen wir in einer Mopedkneipe die schlechtest möglichen Spaghetti bolognese. Wirklich alles falsch gemacht. Da die bedienende Rockerlady aber ein ziemlich breites Kreuz hat und wir nicht wissen, wie viele Kumpels des Küchenchefs im Hinterzimmer herum lungern, nicken wir bei der obligatorischen Feedbackrunde zustimmend.

Die Gruppe_1 fährt noch die Stichstraße zur Skistation Luz-Ardiden hinauf. Die gehört auch zu meinem Pflichtprogramm, allerdings hat Andreas' Mannschaft ihre Matschpasta schon verspeist, als wir eintreffen. Da ich die restlichen 20 km talabwärts bis zum Ziel kenne, separiere ich mich nach dem Essen. Luisa kommt mit. Der Abstecher nach Luz-Ardiden lohnt sich – nicht des Zieles, sondern des Weges wegen.

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/col-d-aspin/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-du-tourmalet/
http://www.quaeldich.de/paesse/luz-ardiden/

 

10. Etappe – 110 km mit 2.529 Hm*** Rundtour Col d' Aubisque ab Argelès-Gazost

Mercredi. Bereits die letzte gemeinsame Ausfahrt. Wir holen weit aus, um den Col du Soulor über die Nordrampe (D126) zu erreichen. Frühmorgens ist eine Durchfahrt durch Lourdes centre-ville übrigens ok.

Nach dem obligatorischen Abstecher zum benachbarten Col d' Aubisque nutzen wir die Nebenstrecke über Estaing, um den langweiligen Mittelteil der Abfahrt vom Col du Soulor hinunter nach Argelès-Gazost zu umfahren. En passant befahren wir noch einen letzten Pass, den Col des Bordères.

Die Pässe en detail:
http://www.quaeldich.de/paesse/col-du-soulor/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-d-aubisque/
http://www.quaeldich.de/paesse/col-des-borderes/

***) Alle Höhenmeter Angaben errechnet auf Basis des selbst aufgezeichneten GPS-Track und 3D Kartendaten. D.h. keine barometrische Messung, sondern automatische Berechnung durch "Garmin Connect" Online-Applikation. Werte für die von mir konkret gefahrene Strecke.

 

Fazit:

Bisher meine teuerste Radreise, aber auch die längste**** und beste. (Falls irgendwer weiß, wie man die Endlosschleife mit dem täglich grüßenden Murmeltier gezielt aktiviert, bitte melden.) Die Tour wird wohl im nächsten Jahr nicht angeboten – ich hoffe auf ein Revival in nicht zu ferner Zukunft. Voll überzeugt hat mich übrigens auch der Veranstalter per se.

  • Routenwahl: Besser geht es nicht. Neben den von der Tour de France bekannten cols wurden viele unbekanntere Perlen geschickt in die Rundtouren und die Transferetappen eingebaut. Gerade die Rundtouren ermöglichten es, attraktive Alternativrouten einzubauen. (Zum Beispiel wird bei einer reinen Transferetappenfahrt der Col du Pradel in Konkurrenz zum prominenten Col de Pailhères wohl immer den Kürzeren ziehen.) Minimaler Anteil verkehrsreicher Straßen.

  • Essen & Trinken: Das Frühstück war durchweg mindestens ok, das Abendessen oft sehr gut. (Allerdings musste ich lange warten, bis es endlich mal poulet gab.) Das Abendmenü war stets inklusive, Getränke gingen auf eigene Rechnung. Vor der Abfahrt und mehrmals unterwegs reichte Willy uns Wasser, Iso-Pulver, Bananen, Gebäck. Zudem gab es pro Person einen Nutrixxion Energieriegel pro Ausfahrt (mein Favorit: Salty Nut). Oft gemeinsame Einkehr zum Mittagessen.

  • Unterbringung: Durchweg charmante Etablissements, von bodenständig bis elegant. Besonderer Luxus wurde nicht geboten (Ausnahme: hoteleigene Planschbecken in Bagnères-de-Luchon und Saint-Lary-Soulan), interessiert mich aber sowieso nicht. Am Ruhetag in Bagnères-de-Luchon war Gelegenheit, eine laverie libre-service zu nutzen.

  • Rolling stock: Keiner der Teilnehmer brachte sein eigenes Rad mit. Da der Zielort der letzten Etappe rund 250 km vom Startort entfernt lag, wäre das logistisch schwierig gewesen. Empfehlenswert ist die Buchungsoption "Fahrrad nach Maß", zumal die Rahmen der BH Mieträder Sitzdome hatten. (Gegen EUR 15 Aufpreis kann man sich ein Mietrad anhand von drei einfach zu ermittelnden Maßen auf die gewohnte Position einstellen lassen, womit auch die Auswahl der passenden Rahmengröße gewährleistet ist.) Optisch und funktional waren die Räder tipptopp, das Getriebe taugte auch für steile Rampen.

  • Selbstverwirklichung: Das Konzept mit zwei nach "Schnitt" (und teils Streckenführung) differenzierten Gruppen hat sehr gut funktioniert. Wer wollte, konnte spontan wechseln. Bergauf gab es "freie Fahrt" bis zur Passhöhe, bergab fuhr jedoch stets der Guide vor. Je nach Konstellation funktionierte das für mich gut bis nicht so gut. (Abfahren im Rudel ist nicht so mein Ding.) Bremsbeläge musste ich aber nicht austauschen.

****) Wie oben beschrieben waren es 1.086 km mit 27.602 Hm.

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Posted by Reverend on 09.09.2019 - 22:41
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